Sie sind hier: Übersicht > 3. Perspektiven und Wirtschaftlichkeit des Obus-Verkehrs

3. Perspektiven und Wirtschaftlichkeit des Obus-Verkehrs



Von den ehemals 70 deutschen Obus-Betrieben der Nachkriegszeit bestehen mithin nur noch Solingen, Esslingen und Eberswalde.

In Deutschland stößt dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel im Vergleich zu allen anderen europäischen Ländern offensichtlich infolge zu hoher Investitions- und Folgekosten auf wenig Gegenliebe, obwohl zeitgemäße Fahrzeug- und Anlagentechnik zur Verfügung stehen würde. Vielfach halten Verkehrsexperten den Obus deshalb für zu teuer, weil die nach wie vor in Kleinserien gefertigten Fahrzeuge hohe Anschaffungskosten verursachen.

Hinzu kommt der Bau und die Instandhaltung der Fahrleitungs- und Stromversorgungsanlagen. Doch Kosten-Nutzen-Rechnungen unter Beachtung konkreter Umweltfaktoren und deren Folgeerscheinungen enthalten bisher äußerst widersprüchliche Fakten.

Eine Untersuchung zu diesem Thema hat Herr Prof. Dr.-Ing. U. Langer mit seinem Team des Fachbereiches Fahrzeugtechnik der Fachhochschule Köln anhand des Obus-Betriebes Solingen durchgeführt.

Auf den ersten Blick erscheint die Beschaffung von modernen und in Großserien gefertigten Niederflurkraftomnibussen wesentlich wirtschaftlicher. Die technische Entwicklung zur Verbesserung der Omnibusse wird sich in den folgenden Jahren weiter fortsetzen. Angesichts der Einführung der Öko-Steuer und der damit einhergehenden Erhöhung der Kraftstoffpreise scheint es nicht ausgeschlossen, daß der auch der elektrische Antrieb neue Bedeutung erlangt.

Ob dies ein herkömmlicher Obus in einer flexibleren Form oder ein Elektrobus sein wird, der mit Hilfe von Radnabenmotoren die Vorzüge des Diesel- und Obusses vereinigt, wird die Zukunft zeigen.