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Die Fahrleitung und Stromversorgung wurden in den Jahren 1990-1997 mit einem Aufwand von 3,6 Mio DM erneuert worden.
Der Obus wird unter normalen Einsatzbedingungen mit einer Nennspannung von 600 V Gleichstrom betrieben. Das bedeutet, das in der Praxis Spannungsschwankungen im Bereich zwischen 450 V und 750 V auftreten.
Stromversorgung
Die Barnimer Busgesellschaft mbH bezieht den Strom zur Versorgung des Obus-Fahrleitungsnetzes von der Stadtwerke Bernau GmbH. Dieser von der Stadtwerke Bernau GmbH bezogene Strom stammt nachweislich aus 100% zertifizierten regenerativen Energiequellen. Der von der Stadtwerke Bernau GmbH bezogene Wechselstrom wird in drei betriebseigenen Gleichrichterunterwerken (GUW) in Gleichstrom umgewandelt.
Ein Gleichrichterunterwerk (GUW) versorgt mehrere Streckenabschnitte der Obus-Fahrleitung.
Fahrleitung
Die Fahrleitung ist ca. 44,6 km lang und nach dem sogenannten Lombard-System aufgebaut. Es verlaufen also zwei Fahrdrähte parallel zueinander.
In die Fahrleitung sind 4 Einlaufweichen, 11 Einspeisungen, 7 Kreuzungen, x? Querkupplungen, 19 Trenner (stromlose Stellen) und 5 Weichen und ? Nachspanneinrichtungen eingebaut.
Einlaufweichen sind rein mechanische Weichen. Einlaufweichen werden durch die Stromabnehmerköpfe mechanisch geschaltet.
Einspeisungen
Einspeisungen sind Stellen im Fahrdraht, an denen der im Gleichrichterunterwerk erzeugte 660 V-Gleichstrom über Erdkabel in die Fahrleitung eingespeist wird.
Kreuzungen
Kreuzungen sind Kreuzungen der Fahrdrähte.
Querkupplungen
Querkupplungen sind elektrische Verbindungen des jeweiligen Minus- bzw. Plusfahrdrahtes der
Fahrleitung der Hin- und der Gegenrichtung. Eine Querkupplung dient dem Ausgleich der
unterschiedlichen elektrischen Belastungen der Fahrleitung zwischen Hin- und Gegenrichtung.
Trenner
Trenner sind stromlose Stellen in der Fahrleitung, die dem Trennen der verschiedenen Einspeisungsabschnitte dienen.
Weichen
Die elektronischen Weichen sind vom Typ U-88 der Firma Kummler+Matter Zürich / Schweiz. Der mechanische Aufbau besteht aus zwei Modulen, dem befahrenen Teil (Weichenboden) und dem Antriebsteil (Antriebsboden).
Nachspanneinrichtungen
Nachspanneinrichtungen dienen zur beweglichen Fahrdraht- und/oder Tragseilabspannung in Oberleitungsanlagen. Nachspanneinrichtungen halten konstant eine vorgegebene Zugkraft im Fahrdraht bzw. Tragseil – unabhängig von temperaturbedingten Änderungen der Draht- und Seillängen. Sie sind sind mechanischer Bauart.